Darmperforation bei Koloskopie

OLG Hamm, Urteil vom 03.09.2013 - 26 U 85/12.


Das Oberlandesgericht Hamm hat mit Urteil vom 03.09.2013 entschieden, dass ein nur unzureichend über die Risiken einer Koloskopie (Darmspiegelung) aufgeklärter Patient ein Schmerzensgeld in Höhe von 220.000 Euro verlangen kann, wenn er infolge des Eingriffs eine Darmperforation mit schwerwiegenden Komplikationen erleidet.

Vor der Durchführung einer Koloskopie ist der Patient auch über die selten auftretende Darmperforation konkret aufzuklären. Der Hinweis auf "unvermeidbare nachteilige Folgen" wirkt demgegenüber in höchstem Maße verharmlosend.