Gegenrechnung des Honoraranspruchs bei geltend gemachten Nachbehandlungskosten

OLG Koblenz, 30.01.2013, 5 U 406/12

 

Aufwendungen des Patienten für die Mängelbeseitigung durch einen nachbehandelnden Zahnarzt hat der Erstbehandler nur zu erstatten, wenn er die Vertragskündigung des Patienten durch ein vertragswidriges Verhalten veranlasst hat. Der Schadensersatzanspruch des Patienten ist auf die Mehrkosten der zahnmedizinisch notwendigen Versorgung des Nachbehandlers beschränkt. Das Honorar des Nachbehandlers ist daher um den fiktiven Vergütungsanspruch des Erstbehandlers bei Fortführung des Vertrages mit entsprechenden zahnmedizinischen Leistungen zu kürzen. Es wird daher zumeist an einer ausgleichsfähigen finanziellen Belastung des Patienten fehlen.