Wirbelsäulenschaden aufgrund Lagerungsfehler bei Schilddrüsenoperation

OLG München, 11.07.2013, 1 U 2426/13

 

Eine Patientin hat keinen Anspruch auf Schadensersatz gegen die behandelnden Ärzte einer 10 Jahre zurückliegenden Schilddrüsenoperation wegen eines Halswirbelsäulenschadens, der durch ihre angeblich nicht ordnungsgemäße intraoperative Lagerung entstanden sein soll. Dies gilt jedenfalls dann, wenn feststeht, dass bei solchen Operationen grundsätzlich ein standardisiertes Lagerungsschema zur Anwendung kommt, das jeweils vom Operateur und vom Anästhesisten überprüft wird und bei langjähriger Praxis keine Konstellation bekannt geworden ist, in der sich Anhaltspunkte dafür ergeben haben, dass ein Lagerungsfehler bei einer Strumaoperation zu einem andauernden Wirbelsäulenschaden geführt hat.