Vor einer Operation ist die Verlegung in eine Klinik der Maximalversorgung nicht stets geboten

OLG Hamm, Urteil vom 19.11.2013, Az.: 26 U 25/13

 

Ein Durchbruch des Zwölffingerdarms (Duadenalperforation), kann bei einer operativen Entfernung einer Kunststoff-Endoprothese eine eingriffstypische Komplikation darstellen. Gleichwohl erforderte dieser Umstand nicht die Durchführung der Operation in einem Krankenhaus der Maximalversorgung. Eine Verlegung in eine Klinik der Maximalversorgung ist vor einer Operation nur dann geboten, wenn absehbar ist, dass der medizinische Standard in der Klinik der Grund- und Regelversorgung nicht eingehalten werden kann.