Krankenhaushaftung für Behandlungsfehler eines Konsiliararztes

BGH, Urteil vom 21.01.2014, Az.: VI ZR 78/13

 

Verschiebt ein Arzt bei unklarem klinischen Beschwerdebild des Patienten die wegen unzureichender Ausstattung der Klinik erforderliche Verlegung zur umgehenden weiteren diagnostischen Abklärung (hier: Hirndiagnostik) in ein ausreichend ausgestattetes Krankenhaus auf den nächsten Tag, liegt ein Befunderhebungsfehler, nicht aber ein Diagnosefehler vor. Wird ein Konsiliararzt für ein sich nach außen als umfassend zuständig darstellendes Krankenhaus tätig und von letzterem auch honoriert, so muss sich der Krankenhausträger einen Fehler des zugezogenen Konsiliararztes nach § 278 BGB zurechnen lassen.